Denim nähen | 6 Tipps & Tricks für Selbernäher

Denim nähen - Tipps & Tricks

Denim nähen ist für viele ein Wunschprojekt. Für viele Nähbegeisterte gilt die selbstgefertigte Jeans als Meisterleistung. Bis das perfekte Material und die optimale Passform gefunden sind, entstehen oft einige Probe-Hosen. Hinzu kommen die dicken Stellen, welche sauber vernäht sein wollen, damit sie den Alltagsstrapazen standhalten. Ein Projekt für Profis also? Nicht unbedingt. Mit unseren Tipps und Tricks kriegst du das im Handumdrehen hin!

Tipp 1: Versäubern & Vorwaschen

Bindungsbedingt franst Denim leicht aus, weshalb du den Stoff sowohl zum Vorwaschen als auch direkt nach dem Zuschnitt direkt versäubern solltest. Wasche den Stoff separat vor, denn mit den ersten Waschgängen wird reichlich Farbüberschuss aus dem Stoff gespült, insbesondere bei dunklen Modellen.

Tipp 2: Fadenlauf einhalten

Damit deine Jeanskleidung möglichst lange formstabil bleibt und einheitlich aussieht, solltest du beim Zuschnitt den Fadenlauf genau einhalten und alle Schnittteile in derselben Richtung auflegen.

Mit Denim nähen - Jeans selber machen. Rückseite
Rückseite: weißlich, die Diagonalstruktur ist deutlich erkennbar
Mit Denim nähen - Jeans selber machen. Vorderseite
Vorderseite: ungleichmäßige Färbung, leicht bis stark melierte Optik

Tipp 3: die richtigen Nähutensilien

Denim ist von schwerer Qualität und erfordert entsprechend robustes Werkzeug zur Verarbeitung.
Du benötigst:

  • eine scharfe und schwere Stoffschere
  • Schneiderkreide oder ein Kopierrad
  • Für die Optik: dickes Ziergarn, Stärke 40–60
  • eine Jeansnadel, je nach Stoffdicke Stärke 90–110
  • einen Höhenausgleich

Tipp 4: Markante Nähte

Ein charakteristisches Merkmal an Jeanskleidung stellen die auffälligen Zier- und Steppnähte dar, meist in einem warmen Gelbton. Diese kannst du wahlweise mit dickem Garn und einem einfachen Gradstich bei einer Stichlänge von rund 3mm nähen oder mit einem 100er Allesnähergarn und dem Dreifach-Geradstich. Der ist leicht elastisch und besonders bei Stretchdenim empfehlenswert.

Mit Denim nähen - Jeans selber machen

Tipp 5: dickes Garn und die Nähmaschine

Wenn deine Nähmaschine mit dem dicken Garn nicht zurechtkommt, kannst du es wahlweise nur für als Oberfaden verwenden und für den Unterfaden den Allesnäher nehmen. Haltbar sind beide Garne gleichermaßen, sie unterscheiden sich nur im Aussehen.

Tipp 6: dicke Stellen meistern

Wenn bis zu acht Stofflagen beim Denim nähen aufeinandertreffen, gleitet der Nähfuß nicht so ohne Weiteres über den Stoff. Um einen reibungslosen Stofftransport sowie ein sauberes Stichbild zu gewährleisten, ist generell ein Obertransportfuß sehr hilfreich. An den besonders dicken Nahtkreuzungen solltest du zusätzlich einen Höhenausgleich schaffen, sowohl vor der Verdickung, als auch danach. Eventuell musst du auch den Druck des Nähfußes weiter erhöhen. Dafür gibt es ein spezielles Werkzeug oder du faltest ein bis zwei Reststücke des gleichen Stoffes. Nähe mit viel Fingerspitzengefühl und vor allem langsam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.