DIY-Idee: Ein Dinokostüm zu Karneval – mit Freebook

Dinosaurier-Kostüm

Narri-Narro! Wir feiern dieses Jahr Fasching – also zumindest mein Kind. Nachdem unser Nachbarsjunge so vernarrt in Dinosaurier ist, hat es nun auch meinen Kleinen erwischt: das Dinofieber. Einen friedfertigen Pflanzenfresser, den Stegosaurus, habe ich für meinen bald Dreijährigen gewählt. Da ich mit den ganzen verrückten Karnevalstoffen nicht viel anfangen kann, ist es ein dezenter French Terry in natürlichen Farben geworden. Ich habe den Fokus auf liebevolle Details gelegt: die kleiner werdende doppelte Zackenreihe und einen eigens konstruierten Schwanz. Von diesem mal abgesehen, kann er das Outfit dann auch noch im Alltag tragen. 

Das Kostüm setzt sich aus zwei bestehenden Schnittmuster zusammen: der Jacke Fentje von Vivi’s Fancyworld sowie dem Freebook Kinderhose von näähglück. Dazu habe ich einen 60 cm langen Schwanz-Gürtel mit Klettverschluss konstruiert, den du dir hier kostenlos runterladen kannst. Den Bauchgurt kannst du den Maßen deines Kindes entsprechend an beiden Seiten verlängern.

Fentje habe ich wegen der bereits zweigeteilten Kapuze gewählt, in welche sich einfach Zacken einnähen lassen und weil sie weit genug geschnitten ist, damit auch eine Winterjacke darunter passt. Ärmel und Bauchabschluss sind entsprechend nur gesäumt. Mit Bündchen sähe es schnell eingeschnürt aus und am Rücken braucht es die Weite, damit der Schwanz genug Platz hat. Die größten Zacken befinden sich auf Höhe der Schulterblätter und werden zur Kopfmitte und dem unteren Jackenende kleiner. Sie sind frei Schnauze gezeichnet. In Nackennähe und an den Oberarmen habe ich verschieden große Flecken aufgenäht. Hätte ich einen Plotter, wäre der das Mittel der Wahl gewesen! Die Stoff-Flecken waren doch einigermaßen fummelig und dementsprechend ein Zeitfresser. Dem Rückenteil habe ich zwei Nähte für die Zackenreihen hinzugefügt. Sie sitzen exakt so weit auseinander wie die Nähte der Kapuze.

Statt Fentje kannst du auch das Freebook Zipadoo oder die Snaply Sweatjacke nehmen. Erstere hat die praktisch zweigeteilte Kapuze, allerdings nur in den Größen 80-98.  Letztere gibt es immerhin in den Größen 98-164, jedoch mit einfacher Kapuze. 

Die Kinderhose habe ich mit Gummiband oben und Bündchen als Beinabschluss genäht und mit dekorativen Flecken versehen. 

Verwendetes Material

Kostenloses ebook

Hier kannst Du dir mein Freebook “Dinoschwanz” als PDF-Datei herunterladen (ca. 4 MB). Eine kleine Nähanleitung findest du direkt hier im Artikel weiter unten.

Näh-Anleitung für den Dinoschwanz

Für den Schwanz benötigst du 50 cm des Hauptstoffes, für die Zacken nochmal rund 20 cm, Vlieseline H200 für den Gürtel und Füllwatte.

  1. Drucke das Schnittmuster in Originalgröße aus, also zu 100%. Das Kontrollkästchen sollte genau 3 x 3 cm groß sein.
  2. Füge den Schnittteilen 1-3 und 6-8 eine Nahtzugabe hinzu.
  3. als erstes werden die Zacken genäht (Schnittteile 7 und 8), und zwar rechts auf rechts mit einer Schicht Volumenvlies obendrauf. Die Ecken schneidest du bis knapp zur Naht zurück, sodass sie sich schön ausformen lassen.
  1. es folgen die seitlichen Zacken (Schnittteile 4 und 5, welche du zu einem Kegel schließt. Auch hier werden die Ecken gekappt.
  2. Nun steckst du die Zacken an je einer Seitenpartie (Schnittteil 1) und dem Mittelstreifen (Schnittteil 2) in gleichmäßigen Abständen parallel zueinander fest und schließt die Nähte.
  3. Mit Schnittteil 3, dem unteren Schwanzende geht es weiter. Nachdem du die runden Aussparungen herausgetrennt hast, werden die seitlichen Zacken angebracht. Nähe sie rechts auf rechts entlang des jeweiligen Loches zusammen. Gerade bei den kleinen Zacken wird es etwas fummelig. Am besten heftest du die Kegel mit ein paar Stichen fest, ehe du mit der Maschine dran gehst. Oder du nähst sie direkt von Hand an.
  1. Nähe nun das untere Schwanzende an den oberen doppelreihig bezackten Teil.
  2. Schneide aus dem Hauptstoff einen Kreis mit 2 cm Durchmesser + 0,5 cm Nahtzugabe aus. Dieser Kreis bildet den Abschluss des Schwanzes. Nähe ihn rechts auf rechts an die untere Rundung. Die Nahtzugabe des Schwanzes zu Beginn und Ende des Kreises bleibt stehen.
  3. Jetzt befüllst du die seitlichen Zacken zu zwei Dritteln mit Füllwatte und drückst sie in Form.
  4. Schließe die letzte Naht bis etwa zur Hälfte und befülle den Schwanz weiter mit Watte. Dann schließt du die restliche Naht und wattierst den Schwanz vollständig. Du kannst die Naht auch in einem Rutsch schließen, aber es erschwert das Ausstopfen erheblich.
  5. Gürtel: Verstärke den Gürtel mit Vlieseline H 200 (oder stärker) und falte den Gürtel ein mal mittig. Schneide die Aussparung für den Schwanz heraus und schließe die kurzen Enden.
  6. Nun nähst du den Schwanz rechts auf rechts an das dafür vorgesehene Loch.
  7. Schließe die untere Naht bis auf eine Wendeöffnung von etwa 12 cm direkt unter dem ausgestopften Schwanz. Forme die Ecken schön aus, fülle ggf. noch etwas Watte auf und steppe den Gürtel rundherum ab. Dabei verstürzt du auch die Wendeöffnung.
  8. Zuletzt bringst du Klettband an den Gürtelenden an oder einen anderen Verschlussmechanismus deiner Wahl, z. B. Druckknöpfe.
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