Leinen

Leinen – ein Naturprodukt der Flachspflanze mit charakteristischer Textur und kleine Unebenheiten. Ideal für lockere Sommermode, einen natürlichen Look und ein angenehmes Tragegefühl.

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Was ist Leinen?

Leinen ist ein gänzlich unelastisches Naturprodukt der Flachspflanze und wird aufwändig aus deren Stängeln gewonnen. Charakteristisch für den in klassischer Leinwandbindung gewebten Stoff sind seine ausgeprägte Textur, welche kleine Unebenheiten aufweist und eine starke Knitteraffinität, die absolut als Qualitätsmerkmal gilt. Leinen ist gröber gewebt als Baumwolle und dadurch fester im Griff sowie flusenfrei. Im Laufe der Zeit wird der Stoff immer weicher und knitterärmer. Gerade für Sommerkleidung eignet sich der natürliche Stoff besonders gut, denn er hat hervorragende klimaregulierende Eigenschaften und schützt sogar vor UV-Strahlen. Dabei ist das griffige Leinen sehr robust, langlebig, reißfest, unempfindlich gegenüber Flecken und Staub sowie antistatisch, von Natur aus antibakteriell und antiallergen.

Wie du Leinen richtig pflegst

Wasche Leinenstoffe vorzugsweise im Schonwaschgang bei 40 °C mit einem flüssigen Buntwaschmittel. Höhere Temperaturen sind zwar möglich, strapazieren die Fasern aber unnötig. Befülle die Waschmaschine nur zu zwei Dritteln und schleudere die Wäsche lediglich an oder bei niedriger Tourenzahl, um die Knitterbildung gering zu halten. Durch zu starke Trommelbewegungen können außerdem die Fasern brechen, und es bleiben irreversible Falten in deinem Stoff zurück. Verzichte auf den Wäschetrockner. Kurz in Form gezupft und auf einem Kleiderbügel hängend trocknet Leinen schnell an der Luft. Trockene Hitze verträgt Leinen gar nicht gut. Daher solltest du den stark knitteraffinen Stoff ausschließlich in noch feuchtem Zustand bügeln oder extra mit Wasser besprühen bzw. bedampfen. Auch ein angefeuchtetes Tuch eignet sich gut. Bewahre deine Leinenprodukte immer trocken auf, denn bei feuchter Lagerung können sich Stockflecken bilden.

Was du beim Nähen mit Leinen beachten musst

Das griffige Leinen lässt sich mühelos zuschneiden und vernähen. Versäubere deinen unverarbeiteten Leinenstoff rundherum, damit er nicht ausfranst und wasche ihn zunächst vor. Der Fadenlauf lässt sich anhand der Webkante bestimmen: er verläuft parallel. Einfarbige Stoffe können ungeachtet des Fadenlaufs zugeschnitten werden. Rechte und linke Stoffseite lassen sich nur schwer auseinanderhalten. Orientierung geben die kleinen Einstichlöcher in der Webkante, welche stets nach links gestochen werden. Auf der rechten Stoffseite sind sie demnach kaum zu ertasten, während die Lochränder auf der linken Seite leicht erhaben sind. Verwende zum Anzeichnen kontrastarme Farben, damit deine Markierungen nicht durchscheinen. Bei ganz dünnen Stoffen gehst du auf Nummer sicher, indem du stattdessen unter Einhaltung der Nahtzugabe direkt entlang deines Schnittmusters schneidest. Wähle zum Nähen deine Universalnadel je nach Stoffdicke aus: Stärke 70-80 für dünne Stoffe bei einer Stichlänge von etwa 2 mm und Stärke 90-100 für gröbere Gewebe mit einer Stichlänge von rund 3 mm.

Was du aus Leinen nähen kannst

Besonders für luftige Sommerbekleidung ist das klimaregulierende Leinen ein toller Wohlfühlstoff. Kleider, Röcke, Hemden, Hosen, Anzüge, Blazer und Kostüme lassen sich sowohl edel als auch sehr leger gestalten. Ebenso beliebt ist Leinen mit seiner natürlichen Textur bei Heimtextilien wie Bettwäsche, Tischdecken, Platzsets, Servietten, Kissenbezügen, Vorhängen oder saugstarken Geschirrtüchern.