Satin

Satin ist ein Stoffgewebe, das durch das Webverfahren der Atlasbindung eine besonders dichte und glänzende Oberfläche erhält.

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Was ist Satin?

Satin bezeichnet kein Material, sondern Stoffgewebe, die durch ihr spezielles Webverfahren, der Atlasbindung, eine besonders dichte und glänzende Oberfläche erhalten. Die Rückseite ist dabei stets matt. Ursprünglich wurde Satin ausschließlich aus kostspieliger Seide gefertigt und war dadurch nur der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Heute wird Satin auch aus Kunstfasern wie Viskose oder Polyester hergestellt und ist dadurch vergleichsweise preiswert.

Satin ist in den unterschiedlichsten Stoffqualitäten erhältlich: von leicht bis schwer, fließend bis steif, matt bis hochglänzend. Allen gemein ist die leicht kühlend wirkende glatte Oberfläche und eine äußerst edle Optik. Aus feinen Qualitäten, wie Crêpe Satin, werden zarte Tücher und fließende Kleider gefertigt. Duchessesatin ist beliebt bei schweren steifen Abendroben, Mako-Satin aus ägyptischer Baumwolle hingegen bei Bettwäsche.

Wie du Satin richtig pflegst

Die richtige Waschtemperatur hängt vom verwendeten Material ab. Satinstoffe aus Seide oder Kunstfasern kannst du bei 30 °C im Schonwaschgang mit einem Feinwaschmittel waschen, wobei du möglichst auf den Schleudergang verzichtest oder eine niedrige Schleuderzahl einstellst. Empfindliche Teile sind in einem Wäschenetz gut vor Abreibung geschützt und erhalten wenig Gelegenheit Fäden zu ziehen. Baumwollsatin kannst du zumeist mit einem Buntwaschmittel bei bis zu 60°C waschen und normal schleudern. Verzichte auf den Weichspüler und hänge deine Satinteile glatt auf, um sie an der Luft zu trocknen. Der Stoff ist ganz knitterarm. Wenn du ihn bügeln möchtest, dann ausschließlich von der linken Seite und bei niedrigster Temperatur. Baumwollsatin verträgt auch mittlere Temperaturen.

Was du beim Nähen mit Satin beachten musst

Der glatte Satin ist äußerst rutschig, franst schnell aus und Löcher bleiben darin zurück. In unserem Blogbeitrag erfährst du, wie du das besondere Stöffchen in den Griff bekommst:

Satin verarbeiten | 8 Tipps & Tricks für Selbernäher

Was du aus Satin nähen kannst

Zarte Unterwäsche, Negligés, fließende Kleider: aus stark glänzendem Satin erhälst du einen dekadenten „Hauch von Nichts“. Blusen, Tuniken und lockere Shorts, dekorative Schals oder Krawatten: aus Satin werden sie edle Hingucker. Auch als Futter von Mänteln und Jacken leistet Satin mit seiner rutschigen Beschaffenheit gute Arbeit und du gleitest mühelos in dein Kleidungsstück.