Tüll

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Was ist Tüll?

Tüllstoff ist ein feines, halbdurchsichtiges und zugleich steifes Netzgewebe, welches immer dort zu finden ist, wo Form, Volumen und auch Stickereien gefragt sind, wie z.B. bei Brautkleidern, Hüten oder Faschingskostümen, aber auch zu Dekorationszwecken. Namensgebend ist die französische Stadt Tulle Pate, einst Zentrum der Spitzenproduktion. Hauptsächlich wird Tüll aus Kunstfasern hergestellt, seltener noch aus Baumwolle oder Seide. Dank seiner Maschenstruktur ist das Gewebe etwas dehnbar, allerdings nicht besonders reißfest. Je nach Qualität kann Tüll grobmaschig und hart sein (Faschingstüll), sehr steif und fest, dabei aber ganz glatt (Petticoattüll) oder ganz fein und relativ weich (Brauttüll).

Wie du Tüll richtig pflegst

Tüll ist nicht ganz pflegeleicht. Das steife Gewebe lässt sich nur schwer wieder in Form bringen, sobald es einmal zerknittert ist. Älterer Tüllstoff kann zudem bei falscher Lagerung brechen. Bewahre den unverarbeiteten Stoff daher am besten gerollt auf. Waschen solltest du ihn Tüllstoffe nur von Hand mit einem Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser. Weißer Tüll erstrahlt mit einem Vollwaschmittel oder Gardinenweiß in neuem Glanz. Aber Achtung: Manch ein Tüll wird nach dem Waschen weich und verliert seinen starken Halt. Beachte daher unbedingt die Herstellerangaben. Schüttle den Stoff gut aus und hänge ihn zum Trocknen möglichst faltenfrei an die Luft. Hitze mag Tüll nicht, weshalb du ihn auch nicht bügeln solltest.

Was du beim Nähen mit Tüll beachten musst

Tüll kann eine rutschige Angelegenheit sein, insbesondere die ganz feinen Qualitäten. Wähle für den Zuschnitt eine eher raue Unterlage, wie z.B. ein grobes Baumwolltuch und schneide den Tüll direkt am Schnittmuster entlang zu, am besten mit einer Haushaltsschere, denn die Klingen nutzen sich schnell ab. Markierungen sind nur schlecht zu erkennen und durch zu viel Druck beim Anzeichnen kann der Stoff reißen. Stecknadeln finden kaum Halt im Gitternetz, weshalb Nähgewichte oder -klammern eine gute Wahl sind. Zwar franst Tüll nicht aus, aber gerade bei steifen Tüllsorten empfiehlt es sich, die Nahtzugaben dennoch mit einem Overlockstich zu versäubern, damit sie nicht unangenehm kratzen oder Laufmaschen in Strumpfhosen verursachen. Einen besonderes edlen Saumabschluss erzielst du mit feinem Satinschrägband. Stärke und Art der Nähnadel richtest du nicht am durchsichtigen Tüll selbst aus, sondern an dem Stoff, an dem er befestigt werden soll. Tüll verträgt die Universalnadel ebenso gut wie solche mit abgerundeter Spitze.

Was du aus Tüll nähen kannst

Das leichtgewichtige und luftige Material hat viel Stand und eignet sich hervorragend für voluminöse und auffällige Kreationen wie Prinzessinnen- und Feenkostüme zu Fasching, Petticoatröcke im Rockabilly-Stil und Ballett-Tutus. Spätestens seit Sex and the City sind bauschige Tüllröcke aber auch im Alltag angekommen. Nicht wegzudenken ist Tüll aus der Hutmode: neben Federn, Perlen und Blumen findet er sich auf vielen Fascinatorn wieder. Den ganz harten Faschingstüll verwendest du hingegen lieber nur zum Dekorieren, z.B. deiner gedeckten Tafel oder für einen Blumengesteck.